
Querflöte und "Regal"

Basspommer und Bassdulzian
|
Anton Boten malte
in den Jahren 1624/25 das "Engels-konzert" in Gestalt von 14
lebensgroßen musizierenden Engeln in die 7 Kuppelsegmente des Mausoleums.
Die lichtvolle Heiterkeit seiner Figurenpaare erklärt sich aus seiner
Kenntnis der Malerei Italiens, vermittelt durch seinen Lehrer Hans
Rottenhammer und aus eigener Anschauung als Begleiter des Grafen Ernst bei
Reisen nach Venedig und Rom.
Von besonderem Interesse ist die genaue Darstellung der Musikinstrumente
der Renaissance, die aus dem heutigen Konzertbetrieb weitgehend
verschwunden sind. Am Hof des Grafen existierte ein reiches Musikleben.
Der Wolfenbütteler Hofkapellmeister Michael Praetorius beriet den Grafen
in musikalischen Dingen und aus dem Inventar der "Instrument Cammer"
der Hofkapelle ist der Instrumentenbestand weitgehend rekonstruierbar.
Einige Forscher vermuten, dass das Engelskonzert ein praktikables
Renaissanceorchester verkörpert und dessen Stimmung in der 7-Zahl einen
Zusammenhang mit der Sphärenharmonie der 7 Planeten
herstellt.
zurück
|

Sänger und Chitarrone
|